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Endurotouren im Susatal4. Teil: Rückfahrt nach MünchenAm nächsten Morgen war der Reifen noch voll. Also Zelt abgebaut und gepackt. Bis Turin bin ich dann gekommen. Auf der Tangenziale war der Reifen wieder platt, diesemal in der Nähe einer Tanke. Also ein Pannenspray gekauft und rein damit. Damit kam ich dann 2km bis zur nächsten Mautstelle und der Reifen war wieder platt. Also mal wieder Abladen, Hinterrad raus und gucken. Diesmal entdeckte ich endlich den Stein der unter einer Stolle steckte und die Karkasse durchstochen hatte. Ausserdem war mittlerweile die Wulst vom vielen auf- und abmonieren beschädigt und die Drähte schauten raus. Ein letztes mal habe ich versucht das irgendwie wieder zusammenzubekommen und dabei den Rest des Flickzeugs aufgebraucht. Aufgepumpt, Gepäck aufgeladen und pfffffffff, wieder platt. Dann hab ich den ADAC angerufen... An dieser Stelle haben sich Götz und ich dann auch getrennt, er musste am nächsten Tag arbeiten, in Italien war Maria Himmelfahrt und alle Läden und Werkstätten geschlossen. Naja, jedenfalls kam nach 40min der Abschleppwagen und brachte die TA ins ADAC-Depot und mich in ein Hotel. Am nächsten Tag sollte ich weitersehen...
Am nächsten Morgen wurde ich mitsamt Mopped zu einer Werkstatt gefahren. Dort wusste man von nichts und hatte auch keinen Reifen, aber nebenan wäre noch ein Laden, vielleicht hätten die was. Na toll, fängt ja gut an. Ich also rüber in den anderen Moppedzubehörladen, keiner kann eine Sprache ausser Italienisch, ich kann kein Italienisch und es gibt auch keinen Reifen. Also zurück zur Werkstatt, die freundliche Verkäuferin sprach wenigstens Französich. Sie schickte mir (den nur ital. sprechenden) Werkstattmeister der sich die Sache trotzdem mal anschauen wollte. Also mal wieder das Rad ausbauen. Als der Mech den Mantel sah meinte er nur "Afrika?". Wir haben dann aus einem seiner alten Schläuche ein Stück rausgeschnitten und mit Spezialkleber doppelt auf den geplatzten Wulst geklebt. Wir waren beide skeptisch ob das halten würde. Einen neuen Schlauch gabs auch mal wieder. Ich habe gehofft ich schaffs wenigstens zurück zum Hotel wo der Rest meines Gepäcks noch war. Und es hat gehalten. Also schnell aufladen und los. Ich habe mir vorgenommen erst wieder anzuhalten wenn der Tank leer ist, kurz von Chiavenna wurde es aber so kalt dass ich stoppen und mir einen Pulli anziehen musste. Kaum war ich wieder unterwegs stand ich an einer Kreuzung und wartete. Es quietscht hinter mir, mein Mopped fährt los und ich wundere mich ob mir vielleicht der Kupplungszug gerissen ist, dann liege ich auch schon auf der Staße. Das Auto hinter mir hatte mich voll abgeschossen. Ausser einem eingedellten Alukoffer, einem verbogenen Kofferträger und einem verkacksten Sprunggelenks gabs keine Schäden. Ich habe mit von der Dame 100€ für den Schaden geben lassen, auf eine italienische Versichrungsabwicklung hatte ich keinen Bock. Aber, das Hinterrad, dass den Treffer abbekommen hatte, hielt. Also wieder rauf auf den Bock, in Landeck war dann Tanken angesagt. Dann Fernpass, in Garmisch stehe ich wieder an der Ampel, will losfahren und die Karre klingt plötzlich als hätte sie keinen Auspuff mehr und zog nicht mehr. Rechts ran, nix gesehen, gehört, kam vom hinteren Zylinder. Ich dachte mir, na toll jetzt auch noch nen Motorschaden, ist auch schon egal fahr ich halt langsam nach Hause. Mehr als 50m bin ich aber nicht gekommen. Die Kiste zog einfach nicht mehr und roch nach unverbranntem Sprit. Also wieder rechts ran und nochmal gucken. Diesmal habe ich dann entdeckt dass einer der Kerzenstecker des hinteren Zylinders locker in seinem Loch hing. Also mal wieder Gepäck ab, Sitzbank runter, Tank ab und siehe da: die Zündkerze hatte sich aus ihrem Gewinde geschüttelt. Also wieder rein damit und endlich ab nach Hause. |
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